Sonntag, 14. Juni 2009

Medizin zum Aufmalen


Mehr Lebensenergie mit Neuer Homöopathie:

Wollten Sie immer schon mal selbst aktiv etwas tun, um ihre Lebensumstände zu verbessern? Dann informieren Sie sich über die Neue Homöopathie. Dieses energetische Heilsystem ist universell einsetzbar, leicht zu erlernen und ganz einfach in der Anwendung.

Nicht nur Therapeuten und deren Patienten profitieren von dieser effektiven und nebenwirkungsfreien Informationsmedizin, sondern jeder. Denn mit dieser simplen Methode kann jeder Mensch selbst austesten, was seine Lebensenergie fördert – oder was sie schwächt oder was gar krank machend auf den Organismus einwirkt. Denn jeder Mangel, aber auch einseitiges Zuviel an Lebensenergie kann unser energetisches Gleichgewicht empfindlich stören.

Vital durch die richtige Balance
Mit der Neuen Homöopathie lassen sich Unverträglichkeiten auf einfache Art und Weise austesten z.B. von Kosmetika, Lebensmitteln, Allergenen oder elektromagnetischen Strahlen. Durch die Verwendung von energetisch wirksamen Zeichen und Symbolen kann dann die individuelle Verträglichkeit gesteigert werden. Das ist besonders wichtig, wenn man äußeren Umständen nicht entrinnen kann, etwa beim Heuschnupfen oder wenn das Bett auf einer geopathischen Störzone steht und es aufgrund der Raumaufteilung nicht anders platziert werden kann.
Doch die Zeichen und Symbole können noch viel mehr. In der therapeutischen Anwendung werden sie – anstatt von Nadeln wie bei der Akupunktur – auf verschiedene Meridianpunkte direkt auf den Körper aufgemalt, um den Energiefluss der jeweiligen energetischen Leitbahnen wieder zu harmonisieren, man spricht dann von der „Strichakupunktur“. Sie aktiviert die Selbstheilungskräfte und bringt die Energien wieder in die richtige Balance. Die Neue Homöopathie verwendet Zeichen und Symbole des Weiteren, um Schmerzen zu lindern, und um individuell informiertes Heilwasser herzustellen.
Dass hier keine Zauberei im Spiel ist, bewies der Begründer der Methode, Erich Körbler (1936 bis 1994). Der Wiener Elektrotechniker ist vielfacher Preisträger international anerkannter wissenschaftlicher Auszeichnungen und erforschte in jahrelanger Detailarbeit akribisch die biophysikalische Wirksamkeit von Strichen und Zeichen – denn: alles schwingt.

Die richtige Schwingung macht’s
Ob Steine, Farben, Mikroorganismen, Arzneien, Menschen oder geometrische Zeichen – alles, was existiert, schwingt, sendet Informationen aus und steht miteinander in Kommunikation. Wir befinden uns im ständigen Austausch mit unserer Umwelt. Auch geometrische Zeichen senden Schwingungen aus. Werden Sie zum Beispiel auf die Haut gemalt, kann das – je nach Platzierung und Art der Zeichen – energetische Schwingungen verändern – die Basis von Informationsmedizin.
Die Verwendung von geometrischen Zeichen und Symbolen zur Veränderung von energetischen Schwingungen ist keine Erfindung der Neuzeit. Symbole spielten in allen Kulturen eine große Rolle, denn sie sind Träger von energetischen Botschaften in komprimierter Form. Denken wir nur an die Kriegsbemalung der Indianer – und wer weiß, vielleicht verstehen wir erst jetzt den Sinn des Sprichwortes: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“
Körperbemalungen wurden rund um den Globus eingesetzt, von der Südsee bis nach Afrika und Indien. Und trotz räumlicher und zeitlicher Trennung und keinem Kontakt der verschiedenen Völker untereinander, wurden in vielen Kulturen ähnliche geometrische Formen wie zum Beispiel mehrere parallele Striche verwendet. Hier können wir auch an Ötzi denken, die 4000 Jahre alte Gletschermumie, auf der so genannte „Tätowierungen“ aus Strichen und Kreuzen entdeckt worden sind (siehe Kasten).

Schwingungen testen
Für das Testverfahren im Resonanzprinzip benutzt man eine einfache konstruierte Einhandrute. Der Umgang mit diesem „Zauberstab der Neuzeit“ ist ganz einfach – man benötigt keinerlei Vorkenntnisse und auch keine mediale Begabung oder ähnliche Fähigkeiten dafür. Um diesen Tensor nun auch richtig benutzen bzw. die Aussage des Ausschlags überhaupt interpretieren zu können, ist – wie bei jedem anderen Messinstrument auch – die Eichung der erste Schritt. Man muss sich zunächst in ein System einfinden, innerhalb dessen der Ausschlag interpretierbar ist. Vergleichbar ist das mit einer Uhr: Das Ziffernblatt stellt eine bestimmte Systematik dar, wenn der Zeiger irgendwo hin deutet weiß man dadurch, wie spät es ist. Fehlte das Ziffernblatt, könnte man die Anzeige nicht deuten. Idealerweise erlernt man diesen Umgang mit der Einhandrute in einem Rutenkurs (siehe unten).

Strichakupunktur auch bei „Ötzi“?
Die berühmte Gletscherleiche Ötzi wurde 1991 in den Tiroler Alpen gefunden, sein Alter wird auf mindestens 5.000 Jahre geschätzt. In einer Spezial-Konservierungskammer in Bozen wurden die 47 strichförmigen Tätowierungen vermessen und fotografiert und mit den Akupunkturpunkten aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verglichen. Die Resultate waren erstaunlich: Die meisten Punkte korrelierten mit der klassischen Akupunkturlehre. Die Meridian-Experten vermuten daher, dass damit Ötzis Gelenkabnutzungen an Lendenwirbeln und Beingelenken behandelt wurden. Strich-Tätowierungen auf dem Gallenblasen-, Leber- und Milzmeridian lassen vermuten, dass Ötzi möglicherweise unter Magen-Darm-Beschwerden litt.


Petra Neumayer arbeitet als Medizinjournalistin und Dozentin der Neuen Homöopathie. Sie hat zahlreiche Bücher über alternative Heilmethoden veröffentlicht und veranstaltet in Dorfen b. München regelmäßig Rutenkurse. Weitere Information: www.gesundheitsbegleitung.de

Buchempfehlungen
Petra Neumayer, Roswitha Stark
Medizin zum Aufmalen
Heilen durch Informationsübertragung und Neue Homöopathie
Mankau Verlag, ISBN 978-3938396049

Petra Neumayer & Roswitha Stark
Medizin zum Aufmalen II
Symbolwelten und Neue Homöopathie
Mankau Verlag, ISBN 978-3938396186


Weitere Information:
www.medizin-zum-aufmalen.com
www.ypsilon-portal.de
www.heilpraxis-stark.de

Donnerstag, 11. Juni 2009

Langsamer und gesünder alt werden


Apfelbeere Aronia: Kleine Beere – große Wirkung

von Petra Neumayer


Unsere Großmütter kannten sie noch, die dunkelvioletten Früchte der Schwarzen Eberesche. Sie machten daraus Mus, Marmelade und Saft. Dann gerieten die heidelbeerähnlichen Früchte für viele Jahre in Vergessenheit – doch heute erleben sie eine Renaissance: Wissenschaftler fanden heraus, dass die Aronia-Beeren in Punkto Heilkraft eine ganz besondere Stellung einnehmen. Denn Sie besitzen vergleichsweise hohe Mengen an Polyphenolen (Anthocyanidine) aus den roten Pflanzenfarbstoffen, die eine große Rolle in der Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen spielen. Die Power-Beeren besitzen zudem hohe antioxidative Kraft und können daher ebenso in der ernährungsbasierten Therapie von Krebs sinnvolle begleitend eingesetzt werden. Denn in Sachen Antioxidanzien liegt die Aronia auf Platz eins noch vor allen anderen Beeren oder Traubensorten. Antioxidanzien, das sind natürliche Schutzstoffe, die die Zellwände stabilisieren und die Aggressivität der so genannten Freien Radikale mindern. Diese aggressiven Teilchen beschleunigen den Zellalterungsprozess und sind ursächlich an der Entstehung verschiedener Krankheiten beteiligt. Die stark antioxidative Wirkung macht den Aronia-Beeren-Saft natürlich auch zum idealen Anti-Aging-Trunk! Den Aronia-Direktsaft gibt es jetzt auch in der praktischen 3-Liter-Saftbox mit Zapfhahn: die luftdichte Verpackung schützt die wertvollen Inhaltsstoffe der Aroniabeere und macht den Saft mindestens drei Monate haltbar. 3 Liter entsprechen einer Monatskur bei der empfohlenen Tagesdosis zu je 100ml Aroniasaft. Aroniasaft schmeckt ähnlich lecker wie Traubensaft, ist jedoch nicht so süß. Als erfrischende Schorle ist es das ideale Getränk für zwischendurch oder nach dem Sport. Zur Zeit wird in Deutschland in einem staatlichen Verbundprojekt die Aroniabeere weiter untersucht. Beteiligt sind die Universität Potsdam, die Universität Braunschweig und das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke. Das dreijährige Forschungsprojekt wird von der Bundesregierung mit 700.000 Euro unterstützt.
Buchtipp:
Aronia – Powerbiostoffe aus der Apfelbeere
Koha Verlag

Mittwoch, 10. Juni 2009

Der T(r)ick mit dem Essen

Von Petra Neumayer

Wer sich intelligent ernährt, findet schnell sein Idealgewicht und bleibt dabei. Und das Beste: es geht ohne Fasten und Hungern.
Jeder dritte Deutsche leidet unter Übergewicht, Tendenz steigend. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Dabei könnte die Lösung so einfach sein. Wer ernsthaft an seiner Lebenssituation was ändern, abnehmen will und sich für eine gesunde ausgeglichene Ernährung entscheidet, kann dies mit den richtigen Ernährungsgewohnheiten und einem klaren Ziel vor Augen erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Wolf Funfack vertritt mit seiner Stoffwechselumstellung metabolic balance® die neue intelligente Art der „ausgewogenen“ Ernährung. Wer sich daran hält, wird reichlich belohnt, so dass die kleinen Mühen schnell vergessen sind.

Wenn sich die Menschen nur annähernd so viel Gedanken um ihren Stoffwechsel machen würden, wie z. B. für die Pflege von Haut und Haaren, wären Übergewicht und Erkrankungen durch Stoffwechselstörungen kein Thema, über das es sich zu schreiben lohnen würde. Leider ist dem (noch) nicht so, und die meisten Menschen belasten ihren Körper mit mehr oder weniger guten Lebensmitteln, statt ihn damit richtig zu ernähren. Und heute weiß man: Fett macht nicht fett! Dr. med. Wolf Funfack sagt dazu: „Wir benötigen Nahrungsmittel, die aus den drei Grundbausteinen Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate bestehen. Die Eiweiße liefern die Baustoffe für unseren Körper: Muskeln, Knochen, Haut, Zähne, Haare und alle Organe sind aus Eiweiß aufgebaut. Die Fette und die Kohlenhydrate liefern die dazu erforderliche Energie die nötig ist, um diese Stoffe aufzubauen. Die Fette liefern die Energie in Form von Energiedepots für langfristige Energien.“
Unser Stoffwechsel wird durch Enzyme und Hormone geregelt. Sie steuern maßgeblich viele lebenswichtige Funktionen. Enzyme wirken wie Katalysatoren, bringen Körperfunktionen in Gang und sind maßgeblich an chemischen Umwandlungsprozessen beteiligt. Die Hormone, die von den Körperdrüsen produziert werden – wie beispielsweise das Insulin der Bauspeicheldrüse – greifen direkt in viele Steuerungssysteme ein und sind verantwortlich für das gesamte „Energiemanagement“ des Körpers. In unserer heutigen Zeit, in der Food-Designer wahre Chemiecocktails aus unseren Nahrunsmitteln machen, wird es immer wichtiger naturbelassene Lebensmittel und keine Fertiggerichte zu verzehren. Denn viele künstliche Inhaltsstoffe – von Zuckeraustausstoffen bis hin zu Geschmacksverstärkern u.v.m. bringen das sensible hormonelle System leicht aus dem Gleichgewicht.

Für Aufbau und Funktion benötigen Enzyme und Hormone Baustoffe, die sie aus der täglichen Nahrung erhalten. Werden die erforderlichen Baustoffe nicht oder nicht in den entsprechenden Mengen geliefert, kann der Stoffwechsel leicht ind Schwanken geraten – und das kann nicht nur Übergewicht zur Folge haben: Es gibt viele Erkrankungen, die so genannten Stoffwechselerkrankungen, die ursächlich entstehen, weil der Stoffwechsel regelrecht entgleist, wie das etwa bei der Zuckerkrankheit der Fall ist.

Die richtige Ernährungsweise ist somit Grundvoraussetzung für einen geregelten Enzym- und Hormonhaushalt – daher setzt genau hier metabolic balance®, das ganzheitliche Stoffwechselprogramm, an. Weil jeder Mensch ein Individuum mit seinen eigenen Ernährungsgewohnheiten ist, wird auf Grundlage von Blutwerten und persönlichen Angaben ein individueller Ernährungsplan erstellt, mit dem Ziel, auf natürliche Art und Weise ein Gleichgewicht im Stoffwechsel herzustellen.
Das wirkungsvolle Ernährungskonzept hat der Internist und Ernährungsmediziner Wolf Funfack entwickelt; die Umstellung der Ernährung verläuft sanft in vier Phasen:
  1. Zuerst findet eine umfangreiche Beratung statt; eine Blutprobe wird im Labor analysiert; auf Basis der Blutwerte und persönlicher Angaben (z.B. über Allergien, oder bestimmte Ernährungsweisen) wird ein individueller Ernährungsplan erstellt.
  2. Jetzt folgt die zweiwöchige „strenge“ Umstellungsphase: der Teilnehmer kocht nach der in der Liste vorgeschlagenen Lebensmittel.
  3. Der dritte Schritt ist die „gelockerte Umstellungsphase“. Nun darf vom Plan her an sich „Verbotenes“ hin und wieder verzehrt werden.
  4. In der so genannten „Erhaltungsphase“ werden die neu erworbenen Ernährungsgewohnheiten dauerhaft in den Alltag integriert.
Viel Eiweiß, gute Fette – und wenig Kohlenhydrate (mit niedrigem glykämischen Index), das sind die Vorgaben, an denen sich der Ernährungsplan einerseits orientiert. Darüber hinaus liefert er jedem Teilnehmer genau die Stoffe, die sein Körper gerade am notwendigsten braucht – dank der individuellen Blutanalyse.
Was sich möglicherweise nach strengem Verzicht anhört, zeigt sich in der Praxis ganz anders: Die Ernährungspläne enthalten viel gesundes Obst und Gemüse, je nach Plan steht aber auch Wild, Fisch oder Lamm für kulinarische Highlights auf dem Menueplan. In der Regel handelt es sich um ganz normale Lebensmittel, die leicht im Supermarkt zu finden sind.
„Auch das Essverhalten übt einen Einfluss auf unser Hormonsystem und den Stoffwechsel aus“, weiß Dr. Funfack, „beim ganzheitlichen Stoffwechselprogramm metabolic balance® soll beispielsweise die Mahlzeit zunächst immer mit einem Bissen der Eiweißportion beginnen. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten soll eine Pause von jeweils fünf Stunden liegen.“
Die bewusste Entscheidung des Teilnehmers etwas Gutes für sich und seine Gesundheit tun zu wollen, ist natürlich Voraussetzung für eine erfolgreiche Stoffwechselumstellung und die damit einhergehende Gewichtsregulation. Denn wie bei anderen Veränderungen im Leben auch, beginnt metabolic balance® zunächst mit einer Entscheidung im Kopf. Dass zwischendurch mal ein Durchhänger kommt ist ganz menschlich, gerade in der strengeren zweiwöchigen Umstellungsphase. Aber das Gute an dem ganzheitlichen Stoffwechselprogramm ist auch, dass die Teilnehmer nicht allein gelassen werden: Betreuer unterstützen jederzeit mir Rat und Hilfe.

Für viele Teilnehmer hat sich die Ernährungsumstellung gelohnt: Neben dem erfreulich niedrigen Ausschlag auf der Waage spüren viele wieder neue Energie und Vitalität. Die Betreuer berichten häufig, dass sich der Gesundheitszustand gebessert hat, und selbst stoffwechselbedingte Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma wurden durch die Stoffwechselumstimmung geheilt.

Die Bauchspeicheldrüse
Sie produziert Verdauungsenzyme und das Hormon Insulin, welches den Blutzuckerspiegel in einem gesunden Bereich hält. Ist diese Funktion gestört, kommt es zu übermäßiger Fetteinspeicherung und Diabetes. Eine Ernährungsweise nach dem metabolic balance® Stoffwechselprogramm, nach einem auf Basis aktueller Blutwerte individuell zusammengestellten Plan, wirkt sich ausgleichend auf den Insulinspiegel aus, sorgt durch einen gleichmäßigen Blutzuckerspiegel zugleich für eine lang anhaltende Sättigung und bringt so den gesamten Stoffwechsel wieder in sein natürliches Gleichgewicht. Der positive Nebeneffekt: Heißhungerattacken bleiben bei einem ausgeglichenen Blutzuckerspiegel aus.

Hilfe bei Heuschnupfen

Von Martina Seifen-Mahmoud

Wenn die Natur erwacht, Sträucher, Bäume und Felder wieder blühen, dann zieht es viele Menschen nach draußen. Doch für rund 15 Millionen Heuschnupfengeplagte in Deutschland ist der Frühling keine Freude. Niesattacken, triefende Nasen und Augenbrennen verleiden ihnen die schönste Zeit im Jahr. Lesen Sie hier, wie man die Volks­allergie mit natürlichen Mitteln erfolgreich behandeln kann.


Jeder fünfte Erwachsene in Deutschland leidet unter Heuschnupfen – nicht nur wenige Wochen im Frühjahr. Sondern immer häufiger das ganze Jahr. Denn der Flug der Pollen be­ginnt mittlerweile schon im Januar und erstreckt sich bis in den Spätherbst hinein. So konnte man 2006 bereits im Dezember Haselpollen in der Luft messen. „Das habe es früher nicht gegeben”, äußerte sich dazu Johannes Ring, Direktor der Dermatologischen Klinik und Poliklinik der TU München. Experten machen hierfür den Klimawandel verantwortlich.
Durch die globale Erwärmung kommt es auch zu dem Phänomen, dass plötzlich Pflanzen bei uns gedeihen, die eigentlich nicht in unsere Breitengrade gehören. Allen voran der Allergikerschreck „Ambrosia”, auch Traubenkraut oder Ragweed genannt. Eine Pflanze aus Nordamerika, die nicht nur die Pollensaison in Deutschland um gut zwei Monate verlängert. Sie hat nach Expertenmeinung auch das weltweit stärkste Pollenallergen. Zehn Pollenkörner pro Kubikmeter Luft reichen aus, um tränende und juckende Augen, Kopfschmerzen, eine laufende Nase und sogar Asthma und Atemnot zu verursachen. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation könnten im Jahr 2010 bereits 40 bis 50 Prozent der Weltbevölkerung unter Heuschnupfen leiden.

Was Heuschnufpen mit Heu zu tun hat
Der Begriff Heuschnupfen klingt eher freund­lich und ist doch ein recht ungenauer Begriff für das, was die unter dieser Allergie leidenden Menschen durchmachen. Denn dahinter ver­birgt sich eine Erkrankung, die man keineswegs auf die leichte Schulter nehmen darf. Ärzte sprechen meist von „Pollinose” oder „saisonaler allergischer Rhinitis”. Es handelt sich dabei um eine Überempfindlichkeit gegenüber Eiweißkomponenten bestimmter Baumpollen z.B. Birke, Haselnuss oder Gräser- und Kräuterpollen wie Beifuß. Auch eine Überempfindlichkeit gegen Tierhaare kann Symptome wie laufende Nase und tränende Augen auslösen.
Bei Personen mit dieser Überempfindlichkeit kommt es beim Erstkontakt mit einem Allergen zur Bildung von natürlichen Abwehrstoffen, den Antikörpern. Jetzt ist der Organismus „sensibilisiert”, wie es in der Fachsprache heißt und an sich harmlose Stoffe werden nun als „gefährlich” eingestuft. Bei erneutem Kontakt bindet sich das Allergen an die Antikörper und an Mastzellen – dann kommt es zur ersten allergischen Reaktion: Der Körper reagiert auf Pollen von Bäumen und Gräsern als müsse er gefährliche Krankheitserreger bekämpfen, Entzündungstoffe werden ausgeschüttet, die Nase läuft, die Augen tränen und jucken.
Interessant ist, dass viele Allergiker bereits beim Anblick oder nur beim bloßen Gedanken an das Allergen an den typischen Symptomen leiden: Dies mag darauf hindeuten, dass Heuschnupfen zwar äußerlich durch Allergene wie Pollen, Gräser usw. hervorgerufen wird, aber dass auch die Psyche eine gewichtige Rolle im Allergiegeschehen spielt. Geht man von der reinen Deutung der Symptome und der Zunahme der Erkrankungsfälle aus ,symbolisiert das ganz deutlich: Immer mehr Menschen haben die Nase voll – das Maß durch äußere Reizüberflutung – sei sie auch noch so harmlos – ist am Überlaufen.
Das Gefährliche am Heuschnupfen: Die Pollenanzahl nimmt von Jahr zu Jahr zu und reizt die Betroffenen saisonal länger als je zuvor – die Allergie wird so oft zum ganzjährigen Dauerschnupfen. Nach jahrelanger Leidenszeit kann es dann zu einem „Etagenwechsel” kommen: Die Entzündung der Schleimhäute wandert ein Stockwerk tiefer in den unteren Atemtrakt und löst dort chronisches Asthma aus.

Schleimhäute – Grenze zur Außenwelt
Die Anthroposophische Medizin interpretiert den Heuschnupfen als eine Störung der körpereigenen Abgrenzungsfunktionen. Die Schleimhäute des Atemsystems und des Verdauungstrakts gelten als Grenzorgane zur Außenwelt. Ihre Aufgabe ist es, Stoffe zu erkennen, sie in den Organismus hineinzulassen oder auszuscheiden. Dieser Mechanismus greift bei einer Allergie wie Heuschnupfen nicht mehr. Reizstoffe dringen unkontrolliert in den Organismus ein und schwächen ihn.
Doch warum ist das so? Heilpraktikerin und Allergiespezialistin Margit Rieder aus München: „Oft reagiert der Körper nicht nur auf eine Pollenart allergisch, sondern meist sind es mehrere Auslöser, die bei dieser Erkrankung zusammenkommen.“ Und die können sehr vielfältig sein. Die häufigsten Auslöser:
Impfungen: In der Naturheilkunde werden Impfungen als mögliche Ursache für Allergien diskutiert; neben den bekannten Impfungen gegen Kinderkrankheiten kommen heutzutage häufig noch Grippeimpfungen, Zeckenschutz, Hepatitis uvm. hinzu. Impfstoffe enthalten jedoch nicht selten Substanzen wie Formaldehyd oder Quecksilber.
Zu viel oder zu wenig von einer Substanz. Zum Beispiel Azulen, das in der Kamille enthalten ist und – richtig angewendet – entzündungshemmend wirkt. Trinkt jemand nun häufig Kamillentee, dann verliert die Kamille ihre medizinale Wirkung. Stattdessen kommt es zu einem Überschuss an Azulen im Körper. Und der kann sich zum Allergen entwickeln. Möglicherweise entwickelt man dann auch eine Allergie gegen kosmetische Produkte, die Azulen enthalten.
Die Welt als Feind: Wir essen gespritzten Weizen und erwischen damit ein Toxin. Der Körper nimmt uns das übel, nach dem Motto: Wenn du mit meinem größten Feind spazieren gehst, dann pieks ich dich auch!
Entstehungsfaktoren fallen mit einem Ereignis zusammen: Ich fahre mit dem Fahrrad, nehme die Kurve zu eng und falle übel hin. Im selben Moment fliegen Haselnusspollen vom Strauch. Das Unterbewusstsein signalisiert sofort: Achtung Haselnuss – Gefahr! Obwohl das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun hat, ist durch den Zusammenfall von Unfall und fliegender Haselnusspolle letztere zum potenziellen Allergieauslöser geworden.

Fernsehen als Immunkiller: Erwachsene und – noch schlimmer – Kinder sitzen oft stundenlang vor dem Fernsehen. Nicht selten werden Filme konsumiert, die für die Psyche belastend sind. Da das menschliche Gehirn aber nicht unterscheiden kann, was Wirklichkeit ist und was Film, kommt es zu einer allergischen Reaktion: „Die Welt erscheint feindlich“. Es werden Stresshormone aktiviert und somit langsam, aber sicher das Immunsystem geschwächt.
„Bei all diesen Fällen verbiegt, verkrampft sich etwas in unserem Körper. Unser Chi, die Lebenskraft, kann nicht mehr richtig fließen. Die Meridiane (Energiebahnen) sind blockiert, verstopft oder fließen gar in die falsche Richtung“, weiß Margit Rieder.
Und genau an diesem Punkt setzt ihre spezielle hnc-Therapie (siehe unten) an, die die Münchner Heilpraktikerin in den 16 Jahren ihrer Praxistätigkeit immer mehr verfeinert hat und mit der sie erstaunliche Erfolge bei der Behandlung von Allergiepatienten erreicht.

Margit Rieder: „Ich orientiere mich an den 12 Hauptmeridianen des Körpers und arbeite mit Akupressur, Klopfen und Durchfluten der Meridiane. Über den Kinesiologischen Muskeltest frage ich zuvor ab, welche Meridiane betroffen sind.“
Und das reicht?
„In einigen Fällen ist die Allergie dadurch bereits nach einer Therapiestunde beseitigt. Das Chi kann wieder fließen. Doch oft ist die Allergie an ein unbewusstes, negatives Erlebnis oder an einen Schock gekoppelt, wie beim Beispiel vom Fahrradunfall und der Haselnusspolle. Dann braucht es etwas länger, im Schnitt vier Therapiestunden.“
Die hnc-Technik ist eine Behandlung, die ganzheitlich gut tut. Der Patient spürt sofort die Veränderung, indem er ein positives Feedback von seinem Körper erhält. Das macht die Behandlung für ihn transparent und nachvollziehbar. 
Reaktionen auf die hnc-Therapie finden meist sehr deutlich statt, in vielen Fällen werden sie als sehr befreiend und erleichternd erlebt. Oft löst sich durch die Therapie auch die hinter der Krankheit stehende psychische Problematik auf. So hatte die Heilpraktikerin beispielsweise eine Patientin, die auf nahezu jedes Lebensmittel allergisch reagierte und bis auf wenige Ausnahmen fast nichts mehr essen konnte. Durch die hnc-Therapie wurde ihre Erinnerung an ihre Vorschulzeit geweckt. Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte sie in einem Kinderheim. Dort musste sie stets ihren Teller leer essen und wurde sogar festgehalten, wenn sie es einmal nicht tat. Die Folge: Sie entwickelte eine Allergie auf Nahrungsmittel, um nichts essen zu müssen. Durch die Therapie wurde dieser Mechanismus transparent. Die betreffende Frau kann heute fast alles essen. Leider übernehmen die gesetzlichen Kassen keine Kosten für eine hnc-Behandlung, manche private schon.

Die HNC-Therapei
Die Bezeichnung hnc steht für human neuro cybrainetics. Es handelt sich dabei um eine ganzheitliche Behandlungsmethode, die mit dem Menschen (human), seinem Nervensystem (neuro) und dessen Regelkreisläufen (cybernetics + brain) arbeitet. Sie basiert auf Elementen unterschiedlicher Therapien wie TCM, Akupunktur, Akupressur, Chiropraktik oder Cranio-Sacral-Therapie. Die hnc-Therapie wurde in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt Dr. Carl A. ­Ferreri unter der Bezeichnung N.O.T. (Neurale Organisations-Technik) entwickelt. Grundlage der Therapie: Durch zunehmende Belastung wie Umweltgifte, Elektrosmog, Stress, Impfungen, Medikamente und Ernährungsgewohnheiten gerät der menschliche Regelkreis aus dem Gleichgewicht. Eine zeitlang schafft es der Organismus, diese Disharmonien auszugleichen. Doch irgendwann läuft das berühmte Fass über. Und es kommt z. B. zu Allergien wie Heuschnupfen. Das Besondere an hnc: Sie vereint jahrzehnte- und jahrtausendealte bewährte Therapien von der Akupunktur bis zur Osteopraktik. Bei einer Behandlung kommen deshalb vielfach synergetische Effekte zum Tragen, die heilend wirken. Mit der hnc-Therapie lassen sich neben der Behandlung von Allergien und Heuschnupfen auch viele andere Beschwerden positiv beeinflussen. So etwa: Probleme des Bewegungsapparates wie Skoliose und Beckenschiefstand, Probleme des Immun-/Hormonsystems, Herz-Kreislaufbeschwerden, Lernschwierigkeiten, Wahrnehmungs- und Entwicklungsstörungen, motorische Probleme.

Das können Sie tun
  • Wer unter Heuschnupfen leidet kann auch einiges selber tun, um sein Immunsystem zu stärken und die Erkrankung zu lindern:
  • aus der Naturmedizin sind beispielsweise Quitte und Zitrone zu nennen. Extrakte aus der Zitrone wirken zusammenziehend – auch auf die Nasenschleimhäute. Der Juckreiz wird gemildert, das Niesen lässt nach. Eine große Breitenwirkung haben auch Quittenextrakte. Deren Schleimstoffe und Mineralien unterstützen die Schleimhäute und machen sie resistenter gegen Allergene (beide Wirkstoffe sind beispielsweise in Weleda Heuschnupfenspray enthalten).
  • In Zeiten starken Pollenflugs kann man sich durch das Tragen einer Sonnenbrille schützen.
  • Tagsüber getragene Kleidung grundsätzlich nicht im Schlafzimmer ablegen.
  • Bettwäsche und Kleidung sollte bei mindestens 60 Grad gewaschen werden – nur dann kann den Pollen der Garaus gemacht werden.
  • Spezielle Pollenfilter können im Auto für Abhilfe sorgen und Spezialmatratzen erleichtern den nächtlichen Schlaf.
  • Machen Sie mal wieder Urlaub – wenn möglich auf einer küstenfernen Insel – die ist so gut wie pollenfrei!
(Bildnachweis: flickr.com © by thelastminute)

Samstag, 6. Juni 2009

Ist Erziehung sinnlos?

Was macht uns Menschen so besonders? Sind unsere Eigenschaften vererbt oder erlernt? Wie werden wir, was wir sind? Welche Rolle spielen unsere Eltern wirklich und wie weit beeinflusst uns das genetische Material? Fragen, denen kaum einer besser auf den Grund gehen kann, wie mein heutiger Gesprächspartner, der Zellbiologe Dr. Bruce Lipton, mit dem ich über über die Bedeutung von bewusster Elternschaft sprechen möchte.

Dr. Lipton lehrte an der medizinischen Fakultät der Universität von Wisconsin und arbeitete als Forscher an der medizinischen Fakultät der Stanford Universität. Schon 1982 begann er die Prinzipien der Quantenphysik auf seine Zellforschungen anzuwenden. Seine Erkenntnisse über die Zellmembran machten ihn zum Pionier der neuen Wissenschaft und Epigenetik. Liptons Forschungen sind in seinem Buch „Intelligente Zellen“ zusammengefasst, das in englischer Sprache unter dem Titel „The Biology of Belief“ erschienen ist.



Dr. Bruce Lipton, es ist mir eine Ehre mit dem Mann sprechen zu können, der überall auf dem Planeten die Menschen zumindest zum Nachdenken bringt und bei vielen, dank revolutionärer Denkansätze, gar eine tiefgreifende Bewusstseinsveränderung in Gang setzen konnte.

Ja ich freu mich auch, eine weitere Gelegenheit zu haben, meine Ideen und Vorstellungen zu diesem Thema mit Ihnen und Ihren Lesern zu teilen. Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie einige neue Ansätze darin finden werden, denn in der Biologie entsteht zurzeit ein völlig neues Weltbild - inbesondere ein anderes Verständnis, das mit Erziehung und Elternschaft zu tun.

Wie sind Sie nun auf das Thema Erziehung gekommen, das ist ja nicht so nah an der Wissenschaft der Zellbiologie?
Ja das ist eine berechtigte Frage. Eigentlich hatte ich mit bewusster Erziehung tatsächlich nicht viel am Hut, bis ich 1998 in einem New Yorker Magazin einen Artikel mit dem Titel "Kommt es auf die Eltern an?", in die Hände bekam. Der Artikel bezog sich auf das Buch von Judith Harris, "Ist Erziehung sinnlos?". Judith zog zwei Kinder auf, ein eigenes und ein adoptiertes. Ihr eigenes Kind wurde anscheinend zu einem wundervollen Menschen, wie sie es beschreibt, und das adoptierte wurde straffällig und machte nur Schwierigkeiten. Sie gab zunächst sich selbst die Schuld, machte sich Vorwürfe, dass sie eine schlechte Mutter sei usw.
Irgendwann begann sie psychologische Bücher und Artikel zu lesen. Sie hat nicht studiert, aber sie schrieb Fachbücher und sammelte eine Menge Material und das lieferte ihr ein psychologisches Verständnis, die Dinge in einem anderen Licht zu sehen. Sie kam zu der Erkenntnis, dass Eltern viel unwichtiger sind als man denkt, und dass das soziale Umfeld und die Freunde viel mehr Einfluss haben. Sie fand eine rationale Begründung dafür, wie es sein kann, dass die gleiche Erziehung zwei völlig unterschiedliche Kinder hervorbringt. Nun, das Problem dabei war, dass sie jetzt öffentlich verkündete, dass elterliche Erziehung völlig unwichtig sei, dass jeder einfach Kinder bekommen könne, und wenn er sie nur zu der richtigen Tagesmutter, in den richtigen Kindergarten und in die richtige Schule schickt, wird schon alles gut werden. Ich las das und dachte Bohhey! Das kann es doch nicht sein!

Sie zweifelten daran?
Als Entwicklungsbiologe ist es natürlich befremdlich, so etwas zu hören oder zu lesen, also ließ ich mich auf das Elternthema ein und begann, mich bewusst mit der Rolle der Eltern in der Beziehung zu beschäftigen.

Was haben Sie entdeckt?
Mir wurde klar, dass die Eltern hinsichtlich der Erziehung keinen Grund zu Schuld- oder Schamgefühlen haben müssen, da sie als Gruppe, als Gesellschaft, als Nation, nie wirklich erfahren haben, wie man Kinder sinnvoll erzieht. Und man kann sich nicht für etwas schuldig fühlen, was man nicht kann, weil man es nie gelernt hat!

Wieso haben wir es nicht gelernt? Wir sehen doch wie es unsere Eltern gemacht haben und so machen wir es, wenn wir Eltern sind auch. Nur besser, so glauben wir es zumindest.
Da gibt es eine ganze Menge dazu zu sagen – und das tu ich natürlich auch. Wenn ich auch in diesem Gespräch nicht auf die Details eingehen kann, darf ich in aller Bescheidenheit auf mein Buch verweisen, "Intelligente Zellen" oder einen Mitschnitt eines Vortrags zu diesem Thema. Wenn Sie diesem Vortrag gesehen haben, ist es natürlich ganz anderes, dann wissen Sie wirklich, wie man seine Kinder erziehen sollte – nein, jetzt mal im Ernst. Was ich sagen will. Es geht nicht darum eine Liste von Punkten abzuarbeiten,das ist gut, das wird gemacht; das ist schlecht, das lassen wir. Nein, Kinder erziehen ist eine Lebensart. Was würde es denn bedeuten, wenn wir als Eltern diese Aufgabe bewusst angehen würden.

Ja was?
Die Psychologie bemüht sich darum zu verstehen, wie das Nervensystem und unser Verhalten funktionieren und das beruht auf den Erkenntnissen der Biologie. In den letzten paar Jahren hat die Biologie einen enormen Bewusstseinswandel durchgemacht. Und Tatsache ist: Die Psychologie hat den nicht mitgemacht. Sie hinkt hinterher und ich hoffe, dass ich mit den neuesten Erkenntnissen aus der Biologie dazu beitragen kann, dass wir unsere alten Vorstellungen von der "alten" Psychologie hinter uns lassen können.
Wir sind in einer Generation aufgewachsen, die sich besonders unverantwortlich fühlt. Wir sind der Meinung, die Probleme dieser Welt sind nicht meine. Genauso denken wir auch über die Gesundheit oder die Krankheit. Wenn etwas nicht mit mir stimmt, dann ist das wohl ein körperliches Problem, das aber nichts mit mir und meiner Lebenseinstellung zu tun hat. Und wenn etwas mit unserem Verhalten nicht stimmt, dann werden wohl die Gene einen defekt haben. Wir finden immer einen Grund für unsere Probleme, aber wir sind nie die Ursache. Die Ursache ist immer da draußen.

Spirituelle Lehrer sehen das sehr ähnlich. Sie verweisen auf die Einheit von Körper, Geist und Seele und behaupten, dass Gesundheit auf allen drei Ebenen stattfindet.
Ja genau, und die neuesten Erkenntnisse aus der Biologie sagen genau das gleich. Sie belegen, dass wir in höchstem Maße für unser Leben selbst verantwortlich sind. Aber solange wir das nicht wissen, tappen wir im Dunklen.

Was können wir tun, damit die Zusammenhänge für jeden von uns offensichtlich werden?
Die Erklärung dafür würde den Rahmen dieses Interviews bei weitem sprengen. Aber glücklicherwise gibt es dazu ja schon ein Buch in dem das Grundwissen beschrieben ist, und eine DVD eines 2-stündigen Vortrags von mir, wo ich genau diese Themen abhandel. Dort gebe ich einen grundlegenden Einblick in die neue Biologie und warum sie so wichtig ist. Wenn Sie verstanden haben, wie Zellen tatsächlich funktionieren, werden Sie erkennen: Meine Güte, all unsere Überzeugungen, dass wir von unseren Genen bestimmt werden, sind völlig falsch. Es gibt ein neues Verständnis und das wundervolle daran ist, dass es uns stark macht.

Ich danke Ihnen für das aufschlussreiche Gespräch.

Hier finden Sie einen Trailer zur DVD von Dr. Bruce Lipton.


Bruce H. Lipton

Wie wir werden, was wir sind
Eltern sind wichtiger als Gene – wie unser Bewusstsein das Wesen unserer Kinder bestimmt
€ [D] 19,95 / € [A] 20,20 / sFr 36,50
DVD, 120 Minuten
ISBN 978-3-86728-104-1
Juni 2009

Zum Inhalt:
Die »Programmierungen« durch unsere Eltern haben fundamentale Bedeutung für unsere Gesundheit, unser Verhalten, unsere Einstellungen und unsere Beziehungen! In einem bildreichen, leicht verständlichen Vortrag erläutert der Zellbiologe und Pionier der prä- und perinatalen Entwicklung Dr. Bruce Lipton aus Sicht der neuen Wissenschaft den Mechanismus, durch den sich die Überzeugungen und Emotionen der Eltern auf die Entwicklung des genetischen Codes der Kinder auswirken.
Unsere prä- und perinatalen Erfahrungen bilden eine Art biologischer Vorgabe, die alle späteren Gefühle und Einstellungen im Hinblick auf uns selbst, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unsere Verbindung zu Himmel und Erde bestimmt. Das Wissen um die Mechanismen kann uns davor bewahren, weiteren Schaden anzurichten; es hilft uns, jene Bereiche unseres Denkens und unseres Fühlens zu heilen, in denen wir selbst durch unsere Programmierungen eingeschränkt sind.

Dienstag, 26. Mai 2009

Nichts was sonst, Nothing what else


Ich frage mich, was dieser Augenblick so besonderes hat, dass ich ihn am liebsten festhalten möchte?

What is so special in this moment, that I wanted to fix?